Spezial-Workshop
Besser sehen
Augentraining auf CANTIENICA®-Art: gezielt und effizient. Verbesserung der Sehkraft und Verjüngung der gesamten Augen.
Inklusive 15seitigem Manuskript.
- die Strukturen des Sehapparates kennenlernen
- diese wieder dynamisch und geschmeidig machen und effektiv trainieren
- Entspannung schaffen, wo aktuell Überlastung, Starre und/oder Steifheit herrscht
- Kräftigen, wo derzeit Schwäche herrscht
- Balance herstellen, ausgleichen, damit alle Strukturen wieder harmonisch zusammenarbeiten können
- Lernen, wie das Sehsystem genutzt werden möchte, um
- bestmögliche Sehergebnisse zu erzielen
- Augenermüdung vorzubeugen
- der Entstehung von Augenbeschwerden vorzubeugen bzw. entgegenzuwirken
Termine
Kaarst oder Online (bitte bei der Anmeldung auswählen)
| Samstag | 18. April 2026 | 09:30 - 12:30 Uhr |
Konditionen:
Kursgebühr für 3 Stunden: 125 € inklusive 15seitigem Skript
ab 4 Teilnehmer
Vorkenntnisse aus Basis-Workshop oder Vergleichbarem erforderlich.
Voranmeldung erforderlich.
Abmeldungen spätestens 1 Woche vorher. Bei späterer Abmeldung ist die volle Kursgebühr zu entrichten.
Liebe Nataly,
dein wundervoller Workshop zum faszinierenden Thema „Auge“ hat mir vielfältige Erfahrungen und auch Gedanken beschert. Die erste Wahrnehmung war zunächst am Nachmittag des Workshops ein deutlicher Muskelkater im Bereich der Bauchmuskeln. Der war geschuldet dem dreistündigen Versuch, im Sitzen und Stehen aufgespannt zu bleiben; das merke ich auch heute noch sehr intensiv. Die Schmerzen im Bereich der Oberarme/Schultern waren reduziert und ich hatte auch keinen Schwindel, der mich letzte Woche, besonders am Freitag vor dem Workshop noch sehr beeinträchtigte.
Doch nun zum Sehen: Ja, es war ein „ Journey to the centre of myself“ mit den (Wie heißt der Film mit Tom Cruise nach Arthur Schnitzlers Novelle „Der Reigen“😊): „Eyes wide shut“ .
Ich versuche es zu beschreiben. Ich spürte mehr Raum, mehr Dreidimensionalität. Die Abstände zwischen den Gegenständen, die ich fixierte, waren wie durch einen flexiblen Zoom in unterschiedlichen Distanzen viel klarer. Mehr Plastizität, mehr ein Gefühl, dass die Augen keine fest verankerten Lampen sind, sondern eben formbar, weich, veränderbar. Das Sehen - so folgere ich – ist kein passiver Vorgang, der sich über Assimilation und Akkomodation reflektorisch ereignet, der bei Störungen nur durch Sehhilfen oder OP korrigiert werden kann. Sehen kann auch ein aktiver Prozess sein, wenn ich die Anatomie kenne und sie nutze, um die Funktionalität und damit die Struktur zu beeinflussen.
Und es ist ein kontemplativer und meditativer Zugang zu meiner eigenen „Körperwelt“, die letztlich auch Blockaden lösen kann, die sich zunächst im Sehbereich manifestiert hatten, scheinbar unbewusst und überhaupt nicht (be-)greifbar, was natürlich in Verhärtung und Druckerhöhung führen muss, auch hier „scheinbar“ irreparabel.
So gibt es in meinem Falle genug Gelegenheiten, auf die Brille zu verzichten, um dem Körper Gelegenheit zu geben, aktiv zu werden anstatt – wie so oft – durch Nichtgebrauch den Prozess zu fördern, das abzubauen, was nicht gebraucht wird (use it or loose it).
Ich fand es außerordentlich hilfreich vor den Übungen die Bilder zu sehen, die Anatomie zu verinnerlichen, die durch rein verbale Instruktion zwar vorstellbar sind, aber durch die Darstellungen viel schneller adaptiert werden konnten.
Es halfen wie so oft schöne Bilder, Vergleiche, Metaphern: Ebbe und Flut, Wasserballett (Iris), Trampolin, Loslassen statt Erzwingen oder Leistung, Rettungsring aufpumpen, lösen. ..
So wie man mit gespreizten Fingern ein Haarnetz über den Kopf ziehen mag, so kann man mental mit der Netzhaut oder anderen Strukturen verfahren.
Wie hilfreich – besonders im Hinblick auf das Auge – die Quadranten, die dreidimensional veränderbar jede mögliche Neigung annehmen.
Es erinnert mich auch an das Spiel mit den Controlern beim Playstation. Hier sind auch subtile Bewegungen daran beteiligt, die Bildschirmhelden zu drehen, zu wenden, zu beschleunigen usw.
Zum Schluss noch mal: Welch eine Entspannung, wenn die Augen auf Reisen gehen dürfen, runter bis zu den Sitzhöckern; oben spürbar die wunderbare Entspannung.
Und die Erkenntnis, nicht Opfer sein zu müssen, wenn Doppelbilder sich ankündigen oder eine Phalanx mit Schneegestöber von oben nach unten ins Sichtfeld driftet, das ist einfach nur toll.
Ich habe eine neue Playlist gelernt neben den alten Bekannten: Brustwarzen hoch, denk ans Puschelschwänzchen, zieh das Bauchnabel-X ein, spiele mit den Sitzhöckern, sauge über die Fersen den Honig, am goldenen Faden den Kronenpunkt hochziehen, alles ran an die Sammelsäule, der Schädel wiegt nun mal 6 kg uvam.
Da fällt mir noch was ein, wenn ich meine Vorab-Notizen konsultiere: Das Bewusstsein für die Augen hat einen kommunikativen Aspekt. Ich kann meine Augen bewusst für andere Augen öffnen und mit meinem Blick Gutes wünschen (Shirley McLaine schreibt in ihrem Buch über den Jakobsweg, wie sie gelernt hat, wilden Hunden mit Herz und Liebe zu begegnen, die letztendlich spüren, dass man ihnen wohl gesonnen ist…).
Last but not least folgte den Übungen noch eine Hirnwanderung, bei der die Alphawellen erfrischt werden, die danach wieder richtig Lust haben auf Diskurs zu gehen. Der frontale Cortex freut sich mit und bekommt wieder „Lust am Denken“ (Titel eines Lesebuches aus Philosophie, Natur- und Humanwissenschaften, herausgegeben von Heidi Bohnet und Klaus Piper, 1992.) Ich darf noch erwähnen: Jeanne Hersch: DAS PHILOSOPHISCHE STAUNEN AUS DEM Jahre 1981; heute heißt es „Ich bin geflasht“, wenn ich im Workshop noch ein Kurzvideoüber die Iris sehe.
Letzter Tipp von mir: Lisa Fittipaldi: „Berühre das Licht – Ich verlor das Augenlicht und fand die Malerei“ (2004). Ein Buch über die Autorin, die im Alter von 47 Jahren erblindet ist und inzwischen über 500 Gemälde verkauft hat…Am Anfang malte sie Bilder mit Figuren, die keine Augen hatte. Als Kritiker darauf hinwiesen, malte sie ein Bild, auf dem die Iris deutlich zu erkennen ist.
So. Ich schließe jetzt und sage noch mal „mange tak“, liebe Nataly.
Harald
